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Aborigines:

 

Die Ureinwohner Australiens (Aborigines ==> kommt von der englisch, -lateinischen Übersetzung, Urbewohner) leben heute nur teilweise noch in traditionellen Gruppen, die von ihrer mystischen Vergangenheit, ihrer Traumzeit geprägt ist.

Aborigines beim Vorführen eines traditionellen Tanzes

Vorgeschichte:

 

Ihre Kultur reicht nach neueren Kenntnissen mehr als 50 000 Jahre zurück. Sie sind damals vom indonesischen Raum her auf das australische Festland eingewandert. In einigen Regionen hat man Felszeichnungen gefunden, von denen man auf ihre Entwicklung schließen kann. Zu ihren Motiven gehören Jagdszenen und Darstellungen aus ihrer Traumzeit. Viele ihrer Felsmalereien sind heute nicht mehr für die Öffentlichkeit zu besichtigen.
 
 

Kultur:

 

Die Aborigines haben bei ihren nomadischen Wanderungen weite Strecken zurückgelegt, bei denen sie auf ihren Traumpfaden wanderten. Bis heute sind es für die Ureinwohner heilige Stätten. Das ganze Land ist mit den Wanderwegen aus der Traumzeit, ihrer mystischen Vergangenheit durchzogen. Auf ihren Wanderungen trafen die einzelnen Gruppen aufeinander, bei denen Informationsaustausch über Generationen hinweg und Feste stattfanden. Früher gab es mehrere hundert verschiedene Sprachen, heute sind es noch rund 50, welche in Liedern, Tänzen und Zeremonien zum Ausdruck gebracht wurden.
 
 

Das Eintreffen der Europäer:

 

Ende des 18. Jahrhunderts kamen europäische Siedler um das Land zu kolonisieren, dadurch wurden die Aborigines zum Teil gewaltsam in abgelegene Gebiete abgedrängt. Viele wurden von Goldsuchern und Siedlern umgebracht, es wurden regelrechte Jagden auf sie gemacht, besonders als sich die Ureinwohner zu wehren begannen. (Ähnlich, wie bei den Indianern in den USA, bzw. den Indios in Südamerika). Sie wurden immer mehr in Ghettos getrieben, viele starben durch eingeschleppte Krankheiten und erlagen dem Alkohol. Ihre Zeremonien wurden verboten, man versuchte sie zu missionieren.
Um 1930 versuchte man sie in die Gesellschaft einzugliedern, man raubte ihre Kinder und gab sie zu weißen Pflegeeltern, in der Hoffnung, daß die nächste Generation ihre Abstammung vergessen würde. Dieses Programm hatte bis in die 60er Jahre bestand, aber die Aborigines-Kultur starb nicht aus. Mitte des 20. Jahrhunderts kam es immer mehr zu einer Protestbewegung, die versuchte zu verhindern, daß die Aborigines weiter diskriminiert werden. Es wurde ihnen 1967 sogar Bürger und Wahlrechte zuerkannt. Im selben Jahr wurde als Symbol des Kampfes um die Landrechte eine eigene Flagge entworfen (rechts). 1985 wurde ihnen der Uluru-Nationalpark zurückgegeben. Sogar Landansprüche konnten sie geltend machen. Es wurden 1993 Ausgleichszahlungen an diejenigen die keine Ansprüche geltend machten eingeführt. Aborigines-Flagge
1996 wurden das Geld drastisch gekürzt, sodaß viele soziale Einrichtungen schließen mußten. Viele Aborigines sind zu Alkoholikern geworden, ihre Inhaftierungsrate ist 20mal höher, die Lebenserwartung ist erheblich niedriger als bei den anderen Australiern. Die Arbeitslosigkeit liegt über 50%. In abgelegenen Aborigines-Gemeinden achten die Ältesten heute immer noch darauf, daß ihr kulturelles und musikalisches Erbe, sowie ihr enormes Wissen über ihr Land weiterlebt.
 
 

Aborigineskunst:

 

Die Kunst hat in ihrer Kultur schon immer eine große Rolle gespielt. Besonders im Norden gibt es Figurendarstellungen im sog. Röntgenstil (mit sichtbaren Skeletten)(siehe unten), im Osten und Westen hauptsächlich Jagdszenen. Ihre Kunst ist seit den 80er Jahren sehr gefragt. Viele Künstler verkaufen ihre mit verschiedenen Motiven bemalten Gegenstände wie Bumerang, Speer, Didgeridoo und sämtliche Arten von Zeichnungen. Für die Verzierung werden nur Erdfarben (Lehm, Sand), je nach landschaftlicher Beschaffenheit verwendet. Überall in Australien gibt es Shops und Galerien, in denen man solche Gegenstände kaufen kann (siehe oben und rechts).

 

 Bumerang
 
Felsmalerei der Aborigines

Postkartenbild

 

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